Drei mal drei macht vier und ein Zahlengenie

Gepostet am Mai 23, 2010

Als ich Prof. Günter M. Ziegler das erste Mal im Fernsehen gesehen habe – das war Anfang 2008 – entstand die Idee zu “rätselhaft + wunderbar”. Als ich ihn diese Woche bei TV Total sah, schickte ich ihm wie damals eine E-Mail. Diesmal erfuhr ich, dass er am Donnerstagabend in Heilbronn sein würde. Die Experimenta eröffnete ihre Sonderausstellung “Zahlen bitte” und Ziegler war eingeladen, sein neues Buch “Darf ich zahlen” vorzustellen.

Ich musste nichts zahlen und habe trotzdem noch ein Einladung zur Eröffnungsveranstaltung bekommen.

Die experimenta ist das größte Science Center seiner Art im süddeutschen Raum. Am 14. November 2009 öffnete es seine Türen. Unter dem Motto “entdecken erleben erkennen” begeistert die experimenta Kinder, Jugendliche und Familien, aber auch den erwachsenen Besucher für naturwissenschaftliche und technische Themen.

Die Mathematik solle sich in den Besuchern einnisten, hofft Dr. Christian Sichau, der Ausstellungsleiter. “Zahlen bitte” solle zeigen, auf welch vielfältige Weise unser Alltag von Zahlen geprägt ist. Dazu trägt auch das neue Buch von Prof. Ziegler bei. Es enthält Geschichten, die uns auf unterhaltsame Weise Bedeutung  und Rolle der  Mathematik im täglichen und nicht ganz so alltäglichen Leben vor Augen hält. Wer weiß schon, dass Bienen zählen können und Pippi Langstrumpf, die Erfinderin der Plutimikation, doch richtig rechnen kann, obwohl es sich gar nicht so anhört:

“Drei mal drei macht vier
widdewiddewit und drei macht neune,
ich mache mir die Welt,
widdewidde wie sie mir gefällt.”

Und damit sind wir bei der Literatur, bei Astrid Lindgren und ich darf ein neues Buch in meinen Bücherschrank stellen:

Darf ich zahlen

Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung war allerdings weder Ziegler, noch Pippi oder die Bienen, sondern ein Genie, das Oktilliarden multipliziert. Zweistellige Zahlen ohne Computer, Taschenrechner oder Papier zu potenzieren … das klingt nach einer fantastischen Geschichte. Ist es auch. Man nehme die Zahl 95 und mutlipliziere sie 200 Mal mit sich selbst. Das ergibt eine 195-stellige Zahl, die Rüdiger Gamm scheinbar sofort im Kopf hatte. Er brauchte jedoch Minuten, um sie aufzusagen, und – ehrlich – ich wusste nicht einmal, dass es Nonilliarden und Quintilliarden gibt. Wieder etwas dazu gelernt und noch ein Buch erworben: “Train your Brain”.

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