Häuser und Texte

Gepostet am Jun 21, 2010

Thomas Hocke wurde 1965 in Saarbrücken geboren. Von 2005 bis 2007 lebte er in Österreich, jetzt in Berlin als Facility Manager. Mit Häusern ist er auf vielfältige Weise verbunden. Auch Texte haben für ihn eine Architektur und ein Ambiente. Und Sprache hat ähnlich Bauwerken ihre Ästhetik.

Bald nach dem Einstand in einer öffentlichen Schreibgruppe folgte die Gründung der Autoren2002 als intensiv arbeitende, kleine Werkstatt mit Schreibfreunden, seit 2009 ist er Mitglied im Schreibzirkel 05. Veröffentlichte Kurzgeschichten, eine herausgegebene Anthologie und der Wunsch, 2010 neue Schreibperspektiven zu schaffen sind das Ergebnis.


Lieber Thomas Hocke,
beantworten Sie uns doch ein paar Fragen …

Was ist Ihr Motto?
Man kann nicht alles erwarten. Erstaunlicherweise bekommt man mehr, als man erwarten dürfte.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung neben dem Schreiben?
Lesen. Sich die Stadt erschließen. Dabei sich selbst zuhören und zuschauen.

Woran schreiben Sie gerade?
An einer Parfümgeschichte für STORIES & FRIENDS und an einem Städtekrimi.

Was ist Ihr nächstes Ziel als Autor?
Endlich ein Thema für den Roman zu finden und es umzusetzen. Schritt für Schritt ein Netzwerk in Berlin aufzubauen.

Welches Buch hätten Sie gerne geschrieben?
Die Bibel ins Saarländische übersetzt.

Mit welchem Buchhelden können Sie sich identifizieren
Homo Faber. Tendenz abschwächend.

Wer sind Ihre Helden in der Wirklichkeit?
Menschen mit wenig Möglichkeiten und viel Würde.

Welchen Gegenstand müssen Sie anfassen, wenn Sie ihn sehen?
Obst.

Wer oder was inspiriert Sie zu Ihren Geschichten oder wen oder was brauchen Sie zum Schreiben?
Ich brauche Ruhe. Manchmal fliegt mir eine Assoziation zu, tageszeit- und ortsunabhängig. Je mehr ich schreibe, desto mehr Cluster und Notizpapier. Manchmal entsteht im Halbschlaf etwas, das ich später nicht mehr präzise aufschreiben kann.

Was bringt Sie so richtig auf die Palme?
Der Schatten, in dem das bleiche Gewächs der Mittelmäßigkeit wuchert.

Wo haben Sie das Gefühl, völlig fehl am Platz zu sein?
In einer Bank. In einem Ferienflieger.

Was haben Sie noch nie verstanden?
Wie eine Fernsehübertragung vom Mond funktioniert.

Welche Fähigkeit hätten Sie gerne?
Zu lieben, zu lachen und trotzdem ein gutes Buch zu schreiben.

Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
Mit Barack Obama. Yes, we can!

Was war der mutigste Moment in Ihrem Leben?
Dass ich vor einigen Jahren das Land wechselte. Dachte ich damals. Dass ich mich entschloss, zurückzukehren. Weiß ich heute.

Total überbewertet finde ich?
Den Informationsmüll des Informationszeitalters als Explosion des Banalen.

Welche Leistung bewundern Sie am meisten?
Achtzig Jahre zu überstehen und dies als Mensch.

Welches geliehene Buch haben Sie nicht zurückgegeben?
Isabel Allende. Aphrodite.

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Veröffentlichungen & Preise
Eintausendfünfhundert, Kurzgeschichte, Literatur-Wettbewerb der Heldenzentrale in Zusammenarbeit mit dem HAV, “Der 11 Minuten Sportroman”, 5. Platz, August 2004
Die Zeitmaschine, Kurzgeschichte, William Voltz Award für Kurzgeschichten mit phantastischem Charakter, 1. Platz, Dezember 2004, SOL-Perry Rhodan FanZentrale, Nr. 38/2005
Immer diese Kobolde!, Geschichten für das Erstlesealter, herausgegeben von Sabina Luger und Thomas Hocke, illustriert von Matthias Herkle, Wurdack-Verlag, Herbst 2006

Veröffentlichungen bei STORIES & FRIENDS

Arabica & RobustaAqua Vitae

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