Von Hellsichtigkeit und Wodka

Gepostet am Aug 9, 2012

Juliane BeerJuliane Beer. Geboren 1964 in Bonn. Jugend in Norddeutschland und London. 1986 Umzug nach Berlin, dort bis heute geblieben. Nach viel Off-Theater 2002 erste Veröffentlichung. 2004 erster Roman über das Leben in einem verlassenen Dachgeschoß über dem Opernhaus. 2007 zweiter Roman und Kurzgeschichten in Anthologien und Zeitungen. 2010 dritter Roman über eine Amtsangestellte mit Doppelleben. 2011 Satire zum Thema Wirtschaftskrise. Wie wäre es, das Geld weltweit einfach abzuschaffen?


Liebe Frau Beer,
beantworten Sie uns doch ein paar Fragen …

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung neben dem Schreiben?
Durch Berlin schlendern & sinnieren …

Woran arbeiten Sie gerade?
“Was ist hinter der Welt?”. Erzählungen über den Wandel der Stadt Berlin vom Heimatplaneten für Künstler und Quertreiber aller Couleur zum Spielplatz für Immobilienspekulanten.

Was ist Ihr nächstes Ziel als Autor?
Meine Geschichten aus Berlin sollen so realistisch sein, als würde man einen unterhaltsamen Zeitungsartikel lesen.

Welches Buch hätten Sie gerne geschrieben?
“Meine Freunde” von Emmanuel Bove. Das größte Meisterwerk, das ich je gelesen habe.

Mit welchem Buchhelden können Sie sich identifizieren?
Pippi Langstrumpf.

Wer ist/sind Ihr/Ihre Held(en) in der Wirklichkeit?
Alle Menschen, die gegen den Strom schwimmen, um die Welt zu verbessern.

Welchen Gegenstand müssen Sie anfassen, wenn Sie ihn sehen?
Billardkugeln.

Wer oder was inspiriert Sie zu Ihren Geschichten oder wen oder was brauchen Sie zum Schreiben?
Die laute Großstadt vor der Haustür und einen ruhigen, bepflanzten Hof vor dem Fenster.

Wo haben Sie das Gefühl, völlig fehl am Platz zu sein?
In einem dieser neuen Biorestaurants, die Fleisch von Tieren servieren, die ein glückliches Leben führten. Garantiert.

Was haben Sie noch nie verstanden?
Wenn einer im Schlaf spricht.

Welche Fähigkeit hätten Sie gerne?
Hellsichtigkeit.

Welche Leistung bewundern Sie am meisten?
Zivilcourage.

Welches geliehene Buch haben Sie nicht zurückgegeben?
Andrej Tarkowskiy: “Die versiegelte Zeit”. Seine grandiosen Filme, die ich mir ausgeliehen habe, liegen auch noch hier.

Letzte Veröffentlichungen
Über den Fortgang der Dinge, Roman, Hannover 2004
eines nachts habe ich einen Ausflug gemacht, Roman, Hannover 2007
Arbeit kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen, Roman, Berlin 2010
Befreit das Geld!, Flugschrift, Berlin 2011
sowie Kurzgeschichten in Anthologien und Zeitungen

Veröffentlichungen bei STORIES & FRIENDS
Die prophetischen Fähigkeiten des Oleg. Spirits (2012), Elke Schleich und Olaf Trint (Hrsg.).

Spirits

S&F Magazin | 09.08.2012 | Karen Grol

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