Nicht nur spannende Biologie-Geschichten

Gepostet am Jul 5, 2010

Michael Zeidler: Geboren wurde ich in Berlin, am 14. Dezember 1970. Nach dem Gymnasium ging es erst einmal in die Bank, denn man muss ja etwas Handfestes lernen. Zwei Jahre Schlips und Kragen waren genug, also schrieb ich mich an der FU Berlin ein. Eine Naturwissenschaft sollte es sein, nur welche? Chemie war es nicht, das fand ich nach 2 Monaten heraus. Das angefangene Semester nutzte ich für einen Taxischein. Das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, denn der Job ernährte mich während des Studiums. Weiter ging es mit Geschichte und Biologie auf Lehramt, wobei mir das Lehramt beim ersten Schulpraktikum ausgetrieben wurde. Ein paar Semester später hatte ich das Biodiplom in der Hand und noch im gleichen Jahr ging es in die USA an die University of Michigan. Da sitze ich noch heute in einem Labor und baue Mäuse. Seit 2005 bin ich verheiratet und vor sechs Wochen, am 13. Mai 2010, kam unser Sohn zur Welt.


Lieber Michael Zeidler,
beantworten Sie uns doch ein paar Fragen …

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung neben dem Schreiben?
Ich habe gerne Gesellschaft, daher laden wir oft Freunde zu uns ins Haus ein. Wir spielen Brettspiele, manchmal Schach, oft quatschen wir auch nur. Ann Arbor ist eine Studentenstadt, da ist ein ständiges Kommen und Gehen. Eine richtige Lieblingsbeschaeftigung gibt es nicht. Ich fahre gern Rad, baue am Haus, schaue gerne Filme – allerdings nicht TV. Der Fernseher ist seit ein paar Jahren außer Dienst (hat sich so ergeben) und seitdem haben wir eine Menge Freizeit!

Woran schreiben Sie gerade?
Gerade letzte Woche (Juni 2010) habe ich herausgefunden, dass ich direkt neben einem forensischen Labor arbeite – und das schon seit Jahren. Nach Rücksprache mit den dortigen Magiern schreibe ich nun an einem Krimi. Es geht um einen Mörder, dessen genetisches Profil ihn quasi unsichtbar fuer forensische Labore macht. Auch wenn der Roman wahrscheinlich nie veröffentlicht werden wird, habe ich immerhin den Anstoß zu einigen Experimenten gegeben, mit denen die Forensiker ihre Methoden verfeinern wollen.

Was ist Ihr nächstes Ziel als Autor?
Dabei bleiben. Mit dem Baby, dem Hausbau, ständigen Gästen, Skatabenden, Barbesuchen, etc. ist es schwierig, Zeit zum Schreiben zu finden. Allerdings ist das eine faule Ausrede.

Was ist Ihr Motto?
Versuche alles, mindestens einmal.

Welches Buch hätten Sie gerne geschrieben?
Herr der Ringe. Eine ganze Welt zu entwerfen, ist faszinierend.

Mit welchem Buchhelden können Sie sich identifizieren?
Mit keinem! Ich fiebere mit allen mit, kann mich in alle hineinversetzen, aber nicht identifizieren.

Wer sind Ihre Helden in der Wirklichkeit?
Meine Freunde im Peacecorps. Sie riskieren ihr Leben, um das anderer Menschen besser zu machen. Sie arbeiten im Kongo, Afghanistan, im Irak, in Palaestina, überall, wo Not herrscht.

Welchen Gegenstand müssen Sie anfassen, wenn Sie ihn sehen?
Zauberwürfel und ähnliche Puzzles.

Wer oder was inspiriert Sie zu Ihren Geschichten?
Ich brauche ein Stichwort und etwas Leerlauf bei der Arbeit. Fahrradfahren hilft auch oder generell alle Aktivitaeten, bei denen der Geist einfach mal wandern kann.

Was bringt Sie so richtig auf die Palme?
Meine eigene Blödheit!

Wo haben Sie das Gefühl, völlig fehl am Platz zu sein?
Auf Dinnerparties mit Krawattenzwang.

Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
Mit meiner Frau. Es wäre unglaublich interessant herauszufinden, wie sie die Sachen so sieht.

Was war der mutigste Moment in Ihrem Leben?
Die Entscheidung, in den Staaten zu bleiben und nicht zurück nach Deutschland zu gehen.

Total überbewertet finde ich?
Harry Potter.

Welches geliehene Buch haben Sie nicht zurückgegeben?
„Die schönsten deutschen Gedichte“ habe ich vor über 15 Jahren von meiner Kusine ausgeliehen. Es steht immer noch in meinem Regal.

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Veröffentlichungen
“Wie Lukas Charles Darwin aus der Klemme half”, Roman, Herder 2007, ISBN 978-3451296376
Zahlreichen Geschichten in diversen Anthologien

Veröffentlichungen bei STORIES & FRIENDS

Gaumenkitzel

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