Thorsten Herold – Zwischen Vernehmungspsychologie, High-Fantasy und Whisky!

Gepostet am Jan 30, 2013

Eigentlich war 1966 ein mieses Jahr, denn Deutschland verlor gegen England durch das legendäre Wembley-Tor die Fußballweltmeisterschaft. Damit 1966 nun nicht nur negativ in Erinnerung bleibt, entschloss sich Thorsten Herold, den Erdenbürgern beizutreten. Ausgesucht hat er sich die Handkäs-Metropole Frankfurt. Ob er mit Mainwasser oder Ebbelwoi getauft wurde, ist ihm leider nicht mehr erinnerlich, jedoch wuchs er nun in Mainhattan auf, absolvierte die Gesamtschule und beendete diese zur Überraschung mancher Lehrer erfolgreich mit dem Abitur. Anschließend trat er in den Staatsdienst: Zunächst versah er Wach- und Streifendienst, seit 2003 ist er bei der Kriminalpolizei im Polizeipräsidium in Frankfurt am Main tätig. Ein extrem wichtiges Detail: Er ist glücklich verheiratet.

2012 veröffentlichte Thorsten Herold bei STORIES & FRIENDS seine erste Kurzgeschichte. Bereits zwei Jahren vorher haben wir uns kennengelernt, als er mich einlud, mit unserem Buch "Aqua Vitae" einen literarischen Beitrag zu seiner jährlichen Whisky-Messe in Hofheim, die Whisky & Tobacco Days, zu leisten. Dass er selber schreibt, verriet er mir ersten im letzten Jahr. Eine seiner Geschichten haben wir für "Spirits" ausgesucht. Mal sehen, vielleicht lesen wir bald mehr aus der Feder des vielbeschäftigten Mannes aus dem Taunus. Vorher muss er uns jedoch ein paar Fragen beantworten ...

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung neben dem Schreiben?
Meine Freizeit verbringe ich mit dem Studium edler schottischer Spirituosen, die ich gerne in Maßen zu einer guten Tabakspfeife genieße. Soweit es die Zeit zulässt widme ich mich der Lektüre von (High-)Fantasy-Romanen und treffe mich mit Freunden zu einem Abend mit Pen-and-Paper-Rollenspiel. Dazu fasziniert mich Fachliteratur aus dem Bereich der Kriminal-Psychologie, insbesondere hinsichtlich von Vernehmungssituationen.

Was ist dein (Lebens-)Motto?
„Mensch bleiben“

Woran arbeitest du gerade?
Derzeit erstelle ich mehrere fachspezifische Skripte zum Thema der Vernehmungspsychologie sowie der Bedeutung und Dokumentation von Verhalten in der Vernehmungssituation. Zum Thema „Whisky“ publiziere ich seit 2002 ein eigenes Online-Netzmagazin, Highland Herold. Er scheint etwa zwei mal jährlich.

Was ist dein nächstes Ziel als Autor?
Nach einer publizierten Kurzgeschichte wäre es vermessen, von Zielen zu sprechen; Spaß hätte ich an Kurzgeschichten zum Thema „Whisky“ und/oder „Tabakkultur“ sowie High-Fantasy. Ansonsten halte ich es mit Franz „dem Kaiser“ Beckenbauer: „Schaun ma moa!“.

Wer oder was inspiriert dich zu deinen Geschichten oder wen oder was brauchst du zum Schreiben?
Auch wenn „Whisky in the Bar“ natürlich von der Landschaft Schottlands inspiriert ist: Es gibt sowohl im realen Leben wie auch in der Literatur nichts Spannenderes als die Bandbreite an unterschiedlichen menschlichen Charakteren.

Was hast du noch nie verstanden?
Die Gesetze der Naturwissenschaft haben sich mir noch nie erschlossen. Ich werde nie verstehen, dass tonnenschwere Konstruktionen auf dem Wasser schwimmen und durch die Luft fliegen. Und warum auf Knopfdruck eine Glühbirne leuchtet, bleibt auch ein Rätsel. Aber: Schön, dass es funktioniert.

Veröffentlichungen bei STORIES & FRIENDS
Whisky in the Bar. Spirits (2012), Elke Schleich und Olaf Trint (Hrsg.).

Spirits

S&F Magazin | 30.01.2013 | Karen Grol

1 Kommentar

  1. Die Welt ist so klein. Emerald Isle untermalt Thorstens Geschichte musikalisch auf der WhisTo und es braucht Twitter, um zu erfahren, dass er wie ich auf Fantasy steht…

    Liebe Grüße und ich freu mich, wenn wir bald was zusammen machen.
    Martin

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