Töne aller Arten

Gepostet am Aug 13, 2011

Auch andere Eltern haben schöne Kinder. Eines habe ich bei unserem Freund Stephan Dierichs entdeckt. Stephan Dierichs ist Schauspieler, besitzt ein eigenes Tonstudio, wo er wundervolle Hörbücher herstellt, er ist Sprecher und führt erfolgreich Genusslesungen durch. Auch unsere Bücher, Gaumenkitzel und Mit allen Sinnen hat er oft im Gepäck. Ich habe darüber bereits in “Stephan Dierichs liest Gaumenkitzel” berichtet.

Jetzt hat er in Eigenproduktion ein Hörbuch zur Welt gebracht – von wegen Eltern und ihre Kinder. Genaugenommen ist es ein Hörspielbuch. Doch bevor Sie und ich gleich reinhören, muss ich einmal mit der Hand liebevoll über den Buchumschlag streichen. Ja, es sieht aus wie ein Buchumschlag. Eine wunderschöne Zeichnung: eine geöffnete Tür, eine schwarze Katze … Das lädt ein! Sie können es noch nicht wissen, aber gewiss ist das der Laden von K. Schlonski. Ich schlage jetzt den Umschlag auf … ah … ein weiter Blick über die Stadt, die Straßen sind noch leer. Nur ein Heißluftballon ist unterwegs. Vier CDs heben sich farbig ab, strahlen mich an, machen Lust auf mehrere Stunden Hörgenuss. Die erste CD kommt schnell in den Player und Sie drücken jetzt auf den Play-Button in dem Video:

“Da, dadata, daaa, da, dadata, daaa …” Haben Sie es auch im Ohr?

Also warum geht es. Kurz zusammengefasst: Der geheimnisvolle K. Schlonski verkauft in seinem Laden Töne aller Arten. Diese kann man sowohl hören als auch fühlen. Sie verändern eine ganze Stadt. Die Posaunen von Jericho stürzen ein Kaufhaus ins Chaos. Der Ruf eines Quezals macht verliebt oder traurig. Die Musik Beethovens verwirrt die, die hören können, verzaubert aber eine taubstumme Bibliothekarin. Eines Tages ist Schlonski verschwunden! Was geschieht nun mit der Stadt und den Tönen? Ein zauberhafter Roman ertönt durch das Hörspielbuch.

Ein wundervolle Idee: Ein Junge kauft in einem Laden einen Ton, einen Posaunenton, ein sehr lauten. K. Schlonski übergibt den Ton in der geschlossenen Hand. Der Junge kann ihn fühlen, er bewegt sich in seiner Hand, er pocht, er pulsiert und dann, ein Atmen, ein Stöhnen und … Sie müssen selber hören!

Stephan Dierichs liest nicht einfach, er spielt. Musik und Geräuschkulisse zaubern Sie in eine virtuelle Welt. Der erste warme Tag im Jahr, das Eiscafé hat zum ersten Mal geöffnet. Ein Eis wäre jetzt genau das Richtige. Doch dieser Laden? Ist er neu? Töne aller Arten? Was bedeutet das? Der scheue Mathematiker, die schöne gehörlose Frau … die Atmosphäre erinnert mich an Amelies Welt. Nur das ist jetzt Kino im Kopf. Die Romanvorlage stammt übrigens von Peter Trabert. Der gleichnamige Roman erschien 2001 im Exon Ullstein List Verlag und scheint vergriffen. Macht nichts, jetzt gibt es ja Stephan Dierichs Höerspielbuch. Stephan hat uns übrigens erlaubt, das Buch im STORIES & FRIENDS Shop anzubieten. Da habe ich nicht gezögert. Hier ist es. Sie können es ab sofort bei uns erwerben. Dafür habe ich eigens eine Kategorie “Für Sie entdeckt” eröffnet. So … möchten Sie noch einmal reinhören? Gerne … viel Spaß: Hörprobe.

S&F Magazin | Karen Grol | 13.08.2011

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