Was nach “Gummitwist in Schalke Nord” geschah … Teil 2

Gepostet am Nov 12, 2012

Liebe Gummitwist-Freunde aus Schalke-Nord und anderswo,

nun gummitwistet meine Heldin Leni aus meinem Buch Gummitwist in Schalke-Nord schon über ein halbes Jahr durch die Buchwelt. Es ist viel passiert in dieser Zeit. Die unterschiedlichsten Lesungen an immer wieder anderen Orten haben mir viel Freude gemacht. Pressetermine, vor denen ich jedes Mal nervös bin und die Artikel dann mit Spannung erwarte, ein Radio-Interview … Aber das ist noch nicht alles. Auf wundersame Weise bekomme ich wieder Kontakt zu Menschen, die ich Ewigkeiten weder gesehen noch gehört habe. Und die, mit der’s anfing, “lebt” sogar in meinem Buch! Damit habe ich niemals gerechnet. Ich möchte ein wenig davon erzählen, denn ich finde, es sind schon wieder Geschichten für sich. Geschichten, die das Leben schreibt, und die mich angerührt haben. Also beginne ich mit einer kleinen Serie.

TEIL 1
TEIL 2

… und die Antwort kam – ziemlich schnell sogar. Sie war nicht ellenlang, nur einige Zeilen, eben wernertypisch. Ich las und ein bisschen war mir so, als hörte ich ihn reden. Und ich sah dabei den Jungen von damals vor mir, mit den rötlichblonden Haaren, und überlegte gleichzeitig, wie er wohl jetzt aussehen würde. Auf alle Fragen, die mich umgetrieben hatten, seit ich sein „gefällt mir“ entdeckt hatte, bekam ich nicht gleich eine Antwort in seiner ersten Nachricht an mich, aber doch auf die, die mir am meisten auf der Seele lagen.

Ja, er hatte tatsächlich “Gummitwist in Schalke-Nord” gelesen! In einem Zeitungsartikel entdeckte er das Buch. Der Titel sprach ihn so an, dass er es gleich kaufen ging. Er verband damit sofort seine Jugendzeit in der Uechtingstraße. Mit dem Autorennamen “Schleich” konnte er allerdings nichts anfangen (schließlich kannte er mich nur unter meinem Mädchennamen), hatte demzufolge nicht die geringste Ahnung, dass ich dahintersteckte, ganz zu schweigen davon, dass er im Buch mitspielen würde. Seine Reaktion möchte ich gesehen haben, als zum ersten Mal der Eiskeller erwähnt wurde … und noch viel lieber sein Gesicht beim Lesen der Geschichte „Komm, gib mir deine Hand“. Ich war sehr erleichtert, als mir Werner bestätigte, nicht böse zu sein, dass ich ihn als Figur in meinem Roman „benutzt“ hatte. Er war sogar ein bisschen stolz darauf – und das wiederum machte mich richtig froh.

Wir schrieben uns noch ein paar Mal über Facebook, denn klar, jeder wollte gern vom anderen wissen, wie es ihm ergangen war, wo er jetzt lebte, ob er Familie hatte … Nachdem das erst einmal alles erzählt war, blieb es eine Weile still zwischen uns.

Und dann flatterte eine E-Mail in mein Postfach. Eine E-Mail von Sabine, Werners Lebenspartnerin … Oha, dachte ich und las sie mit einem flauen Gefühl in der Magengegend. [Fortsetzung folgt]

Die Serie “Was nach Gummitwist in Schalke-Nord geschah” kann man auch bei facebook mitverfolgen!

Elke Schleich | 12.11.2012 | S&F Magazin

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