Whisky erzählt Geschichten – 2. Hauslesung

Gepostet am Nov 20, 2010

Klappe, die zweite. Wir haben das Wohnzimmer geräumt, unsere kleine Whiskysammlung dekorativ zur Schau gestellt und die Stühle gerichtet für den Abend. Uwe und ich hatten wieder geladen. Ein nicht nur literarisches Whisky-Tasting war das Motto und auf dem Programm zur 2. Hauslesung im Lehrensteinsfelder Verlag STORIES & FRIENDS stand das Wasser des Lebens, Aqua Vitae, der Whisk(e)y. Ob mit oder ohne “e”, ob aus Irland, Schottland, den USA oder sonst wo her … sowohl in literarischer als auch in kulinarischer Form.

8 Gäste fühlten sich berufen – sogar bis nach Eschenau gelangte unser Ruf. Ob erste Schottlanderfahrungen, die große Leidenschaft zum Single Malt, der ehrenwerte Wunsch, mal etwas anderes zu probieren als Black Label, oder die Freude an einer guten Story … die Interessen der Zuhörerschaft waren unterschiedlich.

Ich eröffnete den Geschichtenreigen mit einem 12-jährigen Tobermory von der Insel Mull und Sven Christian Lennards Champions League, ein kleines Bonbon für die fussballbegeisterten Gäste unter uns.

Unter dem Motto Whisky fürs Herz las ich Olga Felicis Geschichte von der Englischlehrerin Mali, die ihre Aufregung vor dem Blinddate mit einem gut benasten Schotten aus Bowmore mit Scotch besiegt. Ein Schnäppchen, wie sich herausstellt. Ob der Ardbeg, den einer dre Gäste in Schottland erworben hat, auch einmal ein Schnäppchen wird, muss sich noch herausstellen. Ein falscher Name, ein Fehler auf dem Etikett, macht ihn sicher zu einem Sammlerstück.

Es folgte Begegnung mit Whisky von Elke Schleich, unserer Meisterin für Herzangelegenheiten. Den Glenmorangie, angeblich ein Frauenwhisky!, sagt die Storyheldin, durften wir auch gleich probieren. Der 12-jährige Nectar d’Or – im französischen wie im gälischen bedeutet das Wort Or Gold – tat seinem Namen alle Ehre und mundete sicher auch den Herren. Die Honig- und Zitrusaromen verdankt der in Bourbon Fässern gereifte Gerstensaft der Nachlagerung in Weinfässern des südfranzösischen Sauternes.

Dann gab ich Roots von Peter Wobbe zum besten und die Gelassenheit seines Helden Erchie wirkte ansteckend: “Aye” sagen auch wir sicher demnächst, wenn uns jemand mit abstrusen Ideen aus unserem Rhythmus werfen will. Angelika Brox’s Teufelszeug führte anschließend zu einem lebhaften Austausch der Motorradfahrer, die an diesem Abend tatsächlich die Mehrheit bildeten.

Wenn nichts mehr hilft, dann hilft Laphroaig, hieß es zum Schluß und zu meiner Tam O’Shanter Interpretation frei nach Robert Burns gab es 16-jährige Medizin in der Cadenhead-Abfüllung. Die brauchten wir dann spätestens in der letzten Story des Abends, als es in einer ziemlich schlüpfrigen Zugabe zur Sache ging. Am Schluß kam dann tatsächlich noch Johnnie Walker, allerdings nur literarisch.

Den Gästen hat es wieder gefallen. Zu Geschichten genießt es sich eben bestens, war das Resumé. Ich freue mich also auf die dritte und letzte Hauslesung in diesem Jahr, am 10 Dezember, wenn es heißt: “Vom Zauber des Schenken”. Im Eintrittspreis von 5€ inbegriffen ist die Verkostung von Art of Chocolate Pralinen und gegen einen kleinen Obulus öffnen wir sicher auch gerne unsere Wein- oder Whiskybar.

Kleine Fotostrecke zur Lesung.

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